3DGS wird auf der IBC 2026 zum neuen Standard für Medienproduktion: XGRIDS ist Vorreiter auf dem Weg von der Innovation zur praxistauglichen Pipeline

17.09.2026

AMSTERDAM, 17. September 2026 /PRNewswire/ -- Auf der IBC 2026 im RAI Amsterdam zeigt XGRIDS, das Unternehmen für räumliche Intelligenz, wie Produktionsteams fotorealistische Schauplätze in die virtuelle Produktion und Live-Übertragung integrieren. Fachleute aus den Bereichen Medien und Medientechnik aus Europa und Nordamerika importieren mithilfe von 3D Gaussian Splatting einen Standort-Scan in die Unreal Engine.

Von der erfassten Realität zur Live-Produktion

In der Medien- und virtuellen Produktion erforderte die Umwandlung realer Drehorte in digitale Umgebungen bislang eine zeitaufwändige Rekonstruktion. XGRIDS vereinfacht den Prozess durch den Einsatz von räumlichen Scannern wie Lixel K2 und räumlichen Kameras wie PortalCam, die räumliche Details und visuelle Informationen erfassen, die anschließend lokal in Lixel CyberColor (LCC) verarbeitet werden. Die so entstandenen 3DGS-Umgebungen lassen sich über das XGRIDS LCC Plugin for UE in die Unreal Engine importieren, wodurch ein optimierter Weg von realen Drehorten zur digitalen Produktion entsteht.

Auf der IBC-Veranstaltung zeigte CM Fey, Produktmanager bei XGRIDS, wie sich dieser Workflow in echte Produktionspipelines integrieren lässt, wodurch eine erfasste Umgebung über die Rekonstruktion hinaus kreativ genutzt werden kann. Sobald eine fotorealistische, navigierbare 3DGS-Szene in die Produktionsumgebung übernommen wurde, kann sie als Grundlage für die Szenengestaltung, das Camera Blocking sowie für XR und ICVFX dienen. Anstatt die räumliche Erfassung als einmaligen Visualisierungsschritt zu betrachten, verwandelt der Workflow einen physischen Ort in eine digitale Produktionsressource, die je nach kreativen Anforderungen immer wieder herangezogen und angepasst werden kann.

Der Workflow unterstützt zudem wichtige Produktionsplattformen wie Pixotope, Aximmetry, Disguise und nDisplay. Am nächsten Tag hielt der Filmemacher und VFX-Supervisor Amir Ovadia Steklov einen Vortrag zum Thema „3DGS in der Filmproduktion", in dem er zeigte, wie er ein Raumschiff-Filmset mit PortalCam erfasst und die daraus resultierende 3DGS-Umgebung in einen kinematografischen VFX-Workflow integriert hat.

Ein 3DGS-Workflow, der bereits auf Sendung ist

Dieser Ansatz wird bereits in der Medien- und Unterhaltungsbranche angewendet. PortalCam gewann in vier Kategorien bei den 2026 NAB Show Product of the Year Awards, während der südkoreanische Sender SBS mithilfe des LCC Plugin for Unreal Engine und Pixotope 3DGS und XR in seine Live-Nachrichtensendungen integrierte. XGRIDS stellte außerdem LCC Scan vor, eine Lösung, mit der sich direkt auf dem iPhone lokale 3DGS-Modelle erstellen lassen, um Personen, Objekte und Räume als interaktive 3D-Inhalte zu erfassen.

Da die räumliche Erfassung immer leichter zugänglich wird, lassen sich reale Umgebungen einfacher von physischen Standorten in digitale Workflows übertragen. XGRIDS trägt dazu bei, eine Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt zu schlagen, und eröffnet damit neue Möglichkeiten für die Erfassung, Darstellung und Nutzung der Realität. 

Nicole Nian

media@xgrids.com 

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Zuwanderung, Wohnungsnot, Arbeitskräfte: Schweiz stimmt über Bevölkerungslimit ab

15.06.2026

Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.

Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.

Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.

Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.

Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.

Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.