SHANGHAI, 29. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Das Branchenforum „5G-A Experience Monetization: Terminal-Network-Business Synergy" wurde in Shanghai abgeschlossen. Führende Vertreter von CAICT, GSMA, China Mobile, Huawei, 3GPP, GSMA Intelligence und Partnern aus dem Ökosystem kamen zusammen, um über die Kommerzialisierung von 5G-A, die technologische Weiterentwicklung und die Zusammenarbeit im Ökosystem zu diskutieren. Das Forum präsentierte mehrere Meilensteine, stärkte den Konsens innerhalb der Branche und legte den Grundstein für den großflächigen Ausbau von 5G-A sowie die Weiterentwicklung hin zum Netz der nächsten Generation.

Hochgeschwindigkeitszüge erhalten ein 5G-A-Upgrade
GSMA, China Mobile und Huawei stellten gemeinsam den „5G-A High-Speed Railway Network Acceleration Service" vor und definierten damit mobile Konnektivitätsdienste für Bahnreisende neu. Das Paket, dessen kommerzielle Einführung in China für August 2026 geplant ist, basiert auf einem „1+3+5"-Rahmenkonzept:
Eine exklusive Identität: Ein dynamisches VIP-Logo für Hochgeschwindigkeitszüge, das über die UE-Logo-Lösung auf Smartphone-Bildschirmen angezeigt wird.
Drei Spitzentechnologien: Ein privates 5G-A-Netzwerk für Hochgeschwindigkeitszüge mit hoher Bandbreite, ein KI-fähiges Kernnetz sowie drahtlose universelle intelligente Dienstverarbeitungseinheiten.
Fünf zentrale Dienstszenarien: Nahtlose Unterstützung für Live-Streaming, Videokonferenzen, Online-Gaming, KI-gestützte Telefonie und KI-basierte Büroanwendungen.
Neue Rahmenbedingungen für erlebnisorientierte Betriebsabläufe
Im Rahmen des Forums wurden zudem zwei Branchen-Whitepapers veröffentlicht:
UE Logo 2.0 Whitepaper: Dieses gemeinsam vom China Mobile Research Institute und Huawei herausgegebene Whitepaper konzentriert sich auf Synergien zwischen Endgeräten, Netzwerken und Geschäftsmodellen, intelligente Analysen, szenariobasierte Kundenbindung und Präzisionsmarketing. Es schlägt ein durchgängiges Dienst-Framework vor, das die Nutzerinteraktion mit Closed-Loop-Marketing verbindet und so ein neues Paradigma für Netzwerkbewusstsein, Dienstzugänglichkeit und erlebnisorientierte Betriebsabläufe schafft.
Agentic Core White Paper: Das von GSMA Intelligence veröffentlichte Papier skizziert eine KI-native Architektur für intelligente Kernnetze. Das Framework erschließt vier zentrale Monetarisierungsmöglichkeiten: hervorragende Nutzererlebnisse, fortschrittliche Dienste, Offenheit der Netzwerkkapazitäten und die Sicherstellung von Agentendiensten. Zudem unterstützt es die Entwicklung neuer agentenzentrierter Kommunikationsdienste und erweitert die Innovationsmöglichkeiten.
Vorstellung des „Connection Agent"
Das China Mobile Research Institute, Huawei und GSMA Intelligence stellten gemeinsam den „Connection Agent" sowie ein Intent Openness Gateway der „China Mobile Bixing Agent Platform" vor. Das Gateway basiert auf einer skalierbaren, modularen Architektur und ermöglicht eine nahtlose Interoperabilität zwischen KI-Agenten, während es jedem verbundenen Agenten dedizierte Netzwerkdienste bereitstellt – damit setzt es neue Maßstäbe für intelligente Konnektivität.
Die Einführung markiert den Übergang von der traditionellen regelbasierten Dienstbereitstellung hin zur agentenbasierten Dienstorchestrierung und ebnet den Weg für intelligente Konnektivität der nächsten Generation. Die Lösung wurde bereits in ausgewählten Regionen in ganz China implementiert, um die Entwicklung innovativer Dienste zu unterstützen.
Förderung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit
Um die Zusammenarbeit innerhalb der Branche weiter zu stärken, hat das Forum offiziell die „Terminal-Network-Industry Collaboration Initiative" ins Leben gerufen, die eine koordinierte Entwicklung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Ökosystem fördert.
Technologie: Beschleunigung der Anpassung des Terminal-Ökosystems und der Standardzertifizierung für umfassende Interoperabilität.
Gewerbe: Fokus auf hochwertige Anwendungsszenarien und Erforschung diversifizierter Monetarisierungsmodelle
Ökosystem: Zusammenführung von Partnern aus verschiedenen Branchen zum Aufbau einer Kooperationsgemeinschaft, die auf gebündelten Ressourcen, gemeinsam entwickelten Fähigkeiten sowie geteilten Risiken und Gewinnen basiert.
Mit Blick auf die Zukunft werden die Akteure der Branche die Zusammenarbeit im Bereich der mobilen KI-Technologien weiter vorantreiben und die Grundlage für digitale Produktivität der nächsten Generation stärken. Gemeinsam werden sie die Entwicklung der Kommunikationsinfrastruktur zu einer intelligenten Plattform für allgegenwärtige Konnektivität und bereichsübergreifende Zusammenarbeit vorantreiben und so neue Möglichkeiten im Zeitalter der mobilen KI eröffnen.
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Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.
Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».
Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.
Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.