PEKING,/PRNewswire/ -- Das Ars Electronica Festival 2026 ging am 13. September zu Ende. Der 798 Art District nahm zum ersten Mal an dem Festival teil und nutzte diese globale Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft, um neue künstlerische Ansätze aus China zu präsentieren sowie gleichzeitig die internationale Zusammenarbeit und den interdisziplinären Austausch weiter auszubauen.
Im Rahmen des Hauptausstellungsprogramms des Festivals hat sich 798 mit dem wegweisenden New-Media-Künstler Baoyang Chen sowie dem international renommierten TAO Dance Theater zusammengetan, um die besondere öffentliche Performance Airy zu präsentieren. Das Werk verband einen industriellen Roboterarm, Tänzer, schimmernde Seide sowie digitale Bilder und untersuchte, wie maschinelles Handeln über den Körper wahrgenommen werden kann. Durch Momente rhythmischer Asynchronität, des Zögerns und erneuter Synchronisation zwischen Mensch und Maschine brachte Airy östliche Philosophien zu Musik und Körper in einen Dialog mit zeitgenössischen technologischen Systemen.

Am 10. September nahm auch Baoyang Chen an der „Birds of a Feather"-Veranstaltung im Rahmen der EXPANDED-Konferenz des Festivals teil, wo er den 798 Art District als Fallbeispiel für Chinas sich rasch entwickelndes Ökosystem aus Kunst und Technologie vorstellte. Im Rahmen der Diskussion wurden neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Künstlern, Forschern, Kulturinstitutionen und Technologie-Communities in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Robotik und verkörperte Systeme beleuchtet.
Aufbauend auf den in Linz geknüpften internationalen Kontakten hat 798 in Zusammenarbeit mit BOUNDED SPACE zudem das „798 Multidisciplinary Residency Program" ins Leben gerufen. Unter dem Leitmotiv der ersten Ausgabe, Pre / Sense, steht das Programm nun New-Media-Künstlern, Elektronikmusikern und Kreativkollektiven weltweit offen.
Durch Residenzen, akademischen Austausch sowie die Zusammenarbeit mit der Industrie zielt das Programm darauf ab, eine intensivere Interaktion zwischen Kunst, Technologie und Musik zu fördern sowie gleichzeitig eine Plattform zu schaffen, auf der neue Ideen jenseits herkömmlicher Disziplingrenzen entstehen können.
Von Linz zurück nach Peking möchte 798 einmalige internationale Begegnungen in ein langfristiges Rahmenwerk für die Zusammenarbeit verwandeln – damit in seiner historischen Industrielandschaft mehr zukunftsorientierte Experimente Gestalt annehmen können.
Kontakt: info@798-art.com.cn
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In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.
Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.
Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.
Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.