Chery Dalian in Zahlen:
BEIJING, 20. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die meisten Automobilwerke sind nicht für die Automatisierung ausgelegt. Sie sind auf die Produktion ausgelegt.
Mehr als ein Jahr nach Beginn der Einführung wird das AMR-System von ForwardX im Werk von Chery Automobile in Dalian weiter ausgebaut, ohne die Produktion zu beeinträchtigen. Heute zählt das Projekt zu den größten AMR-Implementierungen in bestehenden Anlagen in der Automobilindustrie.
Diese Tatsache macht die Automatisierung bestehender Anlagen zu einer der größten Herausforderungen der Branche. Im Gegensatz zu Neuanlagen müssen bestehende Fabriken modernisiert werden, ohne dass dabei die Produktionsleistung beeinträchtigt wird. Die Automatisierung muss sich an Altsysteme, festgelegte Layouts und den laufenden Betrieb anpassen und kann nicht von Anfang an in die Anlage integriert werden.
Mit einer Flotte von 484 AMRs wird die Einführung kontinuierlich ausgebaut, während die Produktion voll in Betrieb bleibt, sodass die Automatisierung ohne größere Umbauten oder Werksstillstände skaliert werden kann.
Das Chery-Werk in Dalian produziert täglich etwa 1.000 Fahrzeuge, weshalb die Kontinuität der Produktion eine entscheidende betriebliche Anforderung darstellt. In den Schweiß- und Endmontagehallen unterstützen die AMRs eine Vielzahl von intralogistischen Prozessen, darunter die liniennahe Materialzufuhr, den Transport von SPS-Wagen, die Anlieferung von Antriebssträngen und die Rückführung leerer Behälter.
In der Karosseriewerkstatt unterstützen derzeit 204 AMRs die Anlieferung von 32 Materialkategorien und decken damit mehr als 80 % des Materialbedarfs ab. In der Endmontage übernehmen 280 AMRs den Transport von 95 Materialkategorien und decken damit fast 90 % des Materialbedarfs am Fließband ab.
Der Erfolg bei der Nachrüstung hängt von weit mehr als nur der Autonomie der Fahrzeuge ab.
Bestehende Fabriken stellen eine Reihe einzigartiger Herausforderungen dar: begrenzter Platz am Fließband, gemischter Verkehr mit Mitarbeitenden und Gabelstaplern, veraltete IT-Infrastruktur, sich ändernde Produktionsanforderungen und minimale Zeitfenster für die Inbetriebnahme. Die Herausforderung besteht darin, ein bestehendes Logistiksystem umzugestalten, ohne die Produktion zu stören. Zwar sind viele Automatisierungsprojekte in der Pilotphase erfolgreich, doch die Skalierung auf Hunderte von Robotern in aktiven Automobilproduktionsumgebungen stellt dann doch eine ganz andere Herausforderung dar.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, kombinierte ForwardX bildbasierte Autonomie, Flottenkoordination, Fertigungsintegration und schrittweise Implementierungsstrategien. Anstatt umfangreiche bauliche Veränderungen zu erfordern, wurde die Einführung in bestehende Produktions- und Logistikabläufe integriert.
Das System arbeitet Seite an Seite mit Mitarbeitenden, Förderbändern, Roboteranlagen und bestehenden Materialtransportmitteln. Durch eine Einführung in Phasen und kontinuierliche Optimierung wurde die Automatisierung schrittweise eingeführt, während die Produktionsstabilität gewahrt blieb.
„Die Herausforderung besteht darin, eine in Betrieb befindliche Fabrik umzugestalten und gleichzeitig die Produktion zu sichern", sagte Nicolas Chee, Gründer und CEO von ForwardX Robotics. „Eine Brownfield-Automatisierung erfordert weit mehr als nur Robotik. Sie erfordert Integration, Koordination und ein tiefes Verständnis der Fertigungsabläufe."
Da OEMs und Tier-1-Zulieferer ihre bestehenden Anlagen kontinuierlich modernisieren, rückt die Brownfield-Transformation in der gesamten Automobilindustrie zunehmend in den Fokus.
Für die meisten Hersteller werden künftige Investitionen in die Automatisierung eher in bestehenden Fabriken als in neuen Anlagen getätigt werden.
Greenfield-Projekte beweisen, dass Roboter funktionieren können.
Brownfield-Projekte beweisen, dass Automatisierung in realen Fertigungsumgebungen skalierbar ist.
Chery Dalian zeigt, wie diese Transformation in der Praxis aussieht.
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In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.
Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.
Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.
Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.