CATL stellt TECTRANS II auf der IAA Transportation 2026 vor, um die weltweite Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen voranzutreiben

15.09.2026

HANNOVER, Deutschland, 15. September 2026 /PRNewswire/ -- Contemporary Amperex Technology Co., Limited (CATL) hat heute auf der IAA Transportation 2026 in Hannover TECTRANS II, seine Batterielösung der nächsten Generation für Nutzfahrzeuge, vorgestellt.

„Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen entwickelt sich zur dritten Welle der globalen Energiewende", sagte Akin Li, Geschäftsführender Präsident für das Auslandsgeschäft bei CATL. „In den Bereichen Produkte, Energie, Dienstleistungen und Ökosystem ist CATL bestens aufgestellt, um gemeinsam mit Partnern auf der ganzen Welt diese dritte Welle zu nutzen."

Akin Li, Executive President of CATL Overseas Business

TECTRANS II: Eine modulare Plattform für die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen

Anpassungsfähigkeit an verschiedene Einsatzszenarien: Entwickelt für vielfältige Einsatzbereiche und Betriebsanforderungen bei Nutzfahrzeugen.

  • Eine Plattform für vielfältige Anwendungsfälle: Durch die Konfiguration einer variablen Anzahl standardisierter Batteriepacks kann TECTRANS II unterschiedliche Anforderungen an Energiekapazität und Nutzlast erfüllen und Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern bieten.
  • Flexible Technologiekonzepte: Die Plattform ist sowohl mit E-Achsen- als auch mit Zentralantriebsarchitekturen kompatibel und unterstützt den flexiblen Wechsel zwischen Laden und Batteriewechsel.
  • Eine Konfiguration, lebenslange Kompatibilität: Die Plattform vereinheitlicht Außenabmessungen, elektrische Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle und ermöglicht gleichzeitig die Weiterentwicklung von Batterietechnologien sowie Batteriepack-Konstruktionen. Dadurch können sowohl neue als auch bestehende Fahrzeugmodelle von künftigen Upgrades profitieren, ohne dass größere Änderungen an der Fahrzeugplattform erforderlich sind.
  • Der modulare Aufbau hilft Erstausrüstern dabei, die Entwicklungszyklen für Fahrzeuge um 50 % zu verkürzen und die Forschungs- und Entwicklungskosten um 60 % bis 70 % zu senken, und unterstützt so eine schnellere Markteinführung neuer Modelle sowie geringere Anpassungskosten.

TECTRANS II battery

Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus: Entwickelt, um über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erzielen.

  • Schnellere Amortisation: Dank der modularen Plattform müssen nicht mehr für jedes Fahrzeugmodell eigene Batteriesysteme entwickelt werden, was den Erstausrüstern hilft, Entwicklungskosten zu senken, Markteinführungszeiten zu verkürzen und das Investitionsrisiko in der Anfangsphase zu verringern.
  • Höhere Wirtschaftlichkeit im Betrieb: TECTRANS II verbessert die Wirtschaftlichkeit der Flotte auf dreierlei Weise.
    • Höhere Energiedichte: Mit einer gravimetrischen Energiedichte von 170 Wh/kg, die rund 13 % über dem Branchendurchschnitt liegt, können Fahrzeuge bei gleicher Batteriekapazität etwa 0,6 Tonnen zusätzliche Nutzlast befördern.
    • Größere Reichweite, schnelleres Laden: Die maximale Konfiguration bietet eine Reichweite von bis zu 1000 km, und mit Megawatt-Schnellladen wird die Batterie in 25 Minuten auf 80 % geladen, wodurch Standzeiten auf Langstrecken minimiert werden.
    • Höhere Energieeffizienz: Das weltweit erste Full-Tab-Design mit niedriger Impedanz erreicht einen System-Round-Trip-Wirkungsgrad (RTE) von 96 %, reduziert dadurch Ladeverluste und stellt mehr nutzbare Energie für den täglichen Betrieb bereit.
  • Höherer Restwert: Die TECTRANS II-Batterie für Schwerlast-Lkw ist auf eine Lebensdauer von 12 Jahren bzw. 1,5 Millionen Kilometern bei einem Kapazitätserhalt von 70 % ausgelegt und trägt so dazu bei, einen höheren Restwert der Flottenfahrzeuge zu sichern.

TECTRANS II battery

Sicherheit und Zuverlässigkeit: Entwickelt für die Anforderungen des realen Nutzfahrzeugbetriebs.

  • Robuster physischer Schutz:
    • Obere Abdeckung aus warmgeformtem Stahl: Hält 10 000 Mal das Betreten durch einen 180 kg schweren Erwachsenen stand, ohne sich zu verformen.
    • Extrem stabile Bodenplatte: Bietet eine Stoßfestigkeit von 1000 J und schützt das Batteriepack so vor Stößen im Straßenbetrieb.
    • Hochfester Gehäuseschutz: Verwendet ein Gehäuse aus stranggepresstem Aluminium mit druckfesten Verstärkungsrippen, das eine seitliche Druckfestigkeit von bis zu 250 kN bietet.
    • Korrosionsbeständigkeit über 15 Jahre: Geeignet für den Langzeitbetrieb in Küstengebieten und kalten Regionen.
    • Wartungsfreundliche Konstruktion: Gewährleistet die Schutzart IPXXB unabhängig davon, ob die Hauptsteckverbinder angeschlossen oder getrennt sind, und erhöht so die Hochspannungssicherheit während der Wartungsarbeiten.
  • Systemredundanz:
    • Redundanz in der Architektur: Dank der unabhängigen BMS-Steuerung mehrerer Zweige kann das System einen ausgefallenen Zweig isolieren, während die übrigen Zweige weiterhin Strom liefern.
    • Präzise Fehlerdiagnose: Eine firmeneigene Technologie zur Lokalisierung von Isolationsfehlern kann unterscheiden, ob ein Isolationsproblem von der Batterie oder von anderen Fahrzeugkomponenten herrührt, was eine schnellere Fehlerbehebung ermöglicht.
    • Cybersicherheit: Mehrschichtiger Schutz von der Chip-Hardware und Software bis hin zum Fahrzeugsystem, wobei während der gesamten Entwicklung internationale Standards für Informationssicherheit eingehalten werden.

TECTRANS II spiegelt das langfristige Engagement von CATL für kontinuierliche Innovation und gleichbleibende Produktqualität wider. Darüber hinaus wurde die Plattform auf der Grundlage von Erfahrungen aus dem realen Betrieb und strengen Validierungsverfahren, darunter Torsionsprüfungen am gesamten Fahrzeug und externe Brandprüfungen, auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer im anspruchsvollen Nutzfahrzeugbetrieb ausgelegt.

Partnerschaften zum Aufbau grüner Güterverkehrskorridore in ganz Europa

Auf der Messe unterzeichnete CATL zudem eine Absichtserklärung (MoU) mit der DHL Group. Aufbauend auf der im September 2024 getroffenen Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen sieht die Absichtserklärung vor, dass beide Unternehmen grüne Güterverkehrskorridore in ganz Europa entwickeln. Die Partner werden das Logistiknetzwerk, die betriebliche Fachkenntnis und die Anforderungen aus dem realen Transportbetrieb von DHL mit der Batterietechnologie sowie dem Elektrifizierungsökosystem von CATL verbinden. Außerdem werden sie mit OEMs und anderen Partnern zusammenarbeiten, um gemeinsam speziell für den jeweiligen Einsatzzweck konzipierte Elektrofahrzeuge zu entwickeln und Pilotprojekte zu starten.

Zhu Lingbo, CTO of CATL Global Business Unit

„Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen wird sich über mehr als ein Jahrzehnt erstrecken", sagte Zhu Lingbo, Technischer Leiter der Global Business Unit von CATL. „Mit unserer umfassenden technologischen Fachkenntnis und unserem langfristigen Engagement ist CATL bereit, Kunden weltweit als zuverlässigster Partner bei der globalen Elektrifizierung des Güterverkehrs zu unterstützen."

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Knappes Votum, weitreichende Folgen: Schweiz dreht Schraube beim Zivildienst an

15.06.2026

Die Schweizer Stimmberechtigten haben einer Verschärfung des Zivildienstgesetzes zugestimmt. Laut definitiven Ergebnissen votierten 52,5 Prozent für die Reform, rund 47,5 Prozent dagegen. Damit setzte sich der Kurs von Bundesrat und Parlament durch, den Zivildienst wieder klar als Ausnahme und nicht als gleichwertige Alternative zum obligatorischen Militärdienst zu definieren. Die Stimmbeteiligung lag mit rund 58 Prozent vergleichsweise hoch; 1'690'343 Personen legten ein Ja in die Urne, 1'531'878 stimmten Nein.

Das Ergebnis offenbart deutliche regionale Bruchlinien. Während viele deutschsprachige Kantone die Reform klar unterstützten – etwa Aargau mit 56,2 Prozent, St. Gallen mit 58,9 Prozent, Graubünden mit 59,3 Prozent und Luzern mit 56,9 Prozent Ja – fiel das Verdikt in der Romandie gespalten aus. Genf, Waadt, Neuenburg und Jura lehnten die Vorlage ab, mit Nein-Anteilen von bis zu gut 60 Prozent im Jura. Basel-Stadt stellte sich ebenfalls gegen die Verschärfung, und der Kanton Zürich kippte nach Auszählung der städtischen Stimmen knapp ins Nein-Lager. Demgegenüber sagten Wallis (57,1 Prozent), Freiburg (50,2 Prozent) und das Tessin (53,9 Prozent) Ja zur Reform.

Kern der Vorlage ist ein Paket von sechs Massnahmen, die den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst deutlich unattraktiver machen sollen. Künftig müssen alle, die in den Zivildienst wechseln, mindestens 150 Diensttage leisten – unabhängig davon, wie viele Tage im Militär noch offen wären. Für Unteroffiziere und Offiziere gilt damit neu derselbe Umrechnungsfaktor von 1,5 Zivildiensttagen pro verbleibendem Militärdiensttag wie für einfache Soldaten. Wer alle Armee-Ausbildungstage bereits absolviert hat, kann künftig nicht mehr in den Zivildienst wechseln, um der Schiesspflicht zu entgehen.

Zusätzlich werden der zeitliche Rahmen und die Einsatzmöglichkeiten enger gezogen. Zivildienstleistende müssen ab dem Jahr nach ihrem ersten Einsatz jährlich Dienst leisten, bis alle vorgeschriebenen Tage erfüllt sind. Wer vor oder während der Rekrutenschule ein Gesuch stellt, muss den langen Anfangseinsatz von 180 Tagen bereits im Jahr nach der Zulassung absolvieren. Einsätze, die ein begonnenes Medizinstudium voraussetzen, werden gestrichen – offiziell, weil der Armee medizinisches Personal fehlt. Bürgerliche Parteien werteten das Ja als Bestätigung, dass der Zivildienst eine Ausnahme bleiben solle; die links-grüne Nein-Allianz verweist angesichts des knappen Resultats auf die breite gesellschaftliche Unterstützung für den Zivildienst und kündigt an, weitere Verschärfungen bekämpfen zu wollen.