ASML Holding belegt den ersten Platz
Ericsson, Endress+Hauser, Rolls-Royce und Infineon Technologies vervollständigen die Top 5
Die Liste umfasst 300 Unternehmen aus 18 Ländern und 21 Branchen
LONDON, 18. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Fortune hat heute die 2026 Fortune Europe's Most Innovative Companies Liste veröffentlicht und damit 300 Unternehmen gewürdigt, die in der gesamten Region den Fortschritt vorantreiben.
Das Ranking, das nun bereits zum zweiten Mal durchgeführt wird, bewertet europäische Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern anhand von drei Kriterien: Produktinnovation, Prozessinnovation und Innovationskultur.
Deutschland führt die Liste für 2026 nach Anzahl der Unternehmen mit 56 an, gefolgt von der Schweiz mit 47, Frankreich mit 41, dem Vereinigten Königreich mit 35 und Italien mit 34. Auf die fünf führenden Länder entfallen zusammen 71 % der gesamten Rangliste. Frankreich ist in den Top 10 mit vier vertretenen Unternehmen besonders stark vertreten. Auch die Niederlande schneiden weit über ihren Verhältnissen ab: Zwei Unternehmen sind unter den Top 10 vertreten, darunter der Spitzenplatz in der Gesamtwertung.
Finanzwesen und Technologie sind mit 48 bzw. 32 Unternehmen die beiden am stärksten vertretenen Branchen. Große Unternehmen dominieren weiterhin die Rangliste: Mehr als drei Viertel der gelisteten Unternehmen beschäftigen über 10.000 Mitarbeiter.
Die Top 10 Europe's Most Innovative Companies sind:
An der Spitze der Liste für 2026 steht ASML Holding, das niederländische Unternehmen für Halbleiterausrüstung, dessen Fortschritte in der Lithografie maßgeblich zur Entwicklung der nächsten Chip-Generation beitragen. Die Innovationen von ASML in den Bereichen Extrem-Ultraviolett-Technologie, computergestützte Lithografie und Systeme mit hoher numerischer Apertur erweitern weiterhin die Grenzen der Chipdichte, Leistung und Energieeffizienz.
„Die spannendsten Unternehmen Europas lösen Probleme, die wirklich zählen", sagte Grethe Schepers, Lists Director, Europe bei Fortune. „Diese Unternehmen setzen neue Ideen in echtes Wachstum in Industrie und Dienstleistungssektor um – von der Fertigung und der Energiebranche bis hin zum Gesundheitswesen, zur Technologie und zu den Konsumgütermärkten."
„Bei ASML steht Innovation im Mittelpunkt unseres Handelns – sie ist der Motor, der unser Unternehmen antreibt und es unseren Kunden ermöglicht, die Grenzen der Technologie immer weiter zu verschieben", erklärte Christophe Fouquet, CEO von ASML „Wir entwickeln Innovationen nicht im Alleingang; unsere Durchbrüche entstehen durch eine enge Zusammenarbeit innerhalb eines globalen Ökosystems aus Lieferanten und Kunden. Diese Anerkennung spiegelt die Kreativität, die Beharrlichkeit und die technische Exzellenz unserer Mitarbeiter und unserer Partner wider, die jeden Tag daran arbeiten, einige der schwierigsten technologischen Herausforderungen der Welt zu meistern."
Die Liste wird heute auf der VivaTech in Paris im Rahmen einer exklusiven Fortune-Veranstaltung vorgestellt, die gemeinsam mit Schneider Electric und EY präsentiert wird. Kamal Ahmed, Executive Editorial Director bei Fortune, moderiert die Diskussion gemeinsam mit Frédéric Godemel, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Energiemanagement und Mitglied der Geschäftsleitung bei Schneider Electric, Joe Depa, Global Chief Innovation Officer bei EY, sowie Elena Breda, SVP für Produktstrategie, Innovation und Nachhaltigkeit bei der Electrolux Group.
Die vollständige Rangliste und Methodik finden Sie unter fortune.com.
Informationen zu Fortune:
Fortune ist das weltweit führende Medienunternehmen für Führungskräfte aus der internationalen Wirtschaft und stützt sich auf eine 96-jährige Tradition vertrauenswürdigen, preisgekrönten Journalismus. Das unabhängige Magazin „Fortune" berichtet über die Welt der Wirtschaft – von traditionsreichen Unternehmen bis hin zur neuen Generation weltweiter Innovatoren. Fortune bewertet die Unternehmensleistung anhand strenger Maßstäbe und zieht Unternehmen weltweit zur Rechenschaft. Zu den bekanntesten Rankings gehören Fortune 500, Fortune Global 500, Most Powerful Women, sowie World's Most Admired Companies. Fortune schafft Netzwerke von Weltklasse, indem es Vordenker der Branche zu exklusiven Gipfeltreffen und Konferenzen zusammenbringt, darunter das Fortune Global Forum, das Fortune Brainstorm Tech sowie das Fortune Most Powerful Women. Weitere Informationen finden Sie unter fortune.com.
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Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.
Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.
Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.
Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.