SYDNEY und MÜNCHEN, 9. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Infomedia, ein weltweit führender Anbieter von Technologie- und Datenlösungen für den Automotive Aftersales, hat die Veact GmbH übernommen. Das Münchner Unternehmen zählt zu den führenden europäischen Spezialisten für datenbasierte Kundenaktivierung, Predictive Service Marketing und Aftersales-Kundenmanagement. Über die finanziellen Details der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Mit der Übernahme baut Infomedia seine Präsenz in Europa weiter aus und stärkt sein globales Aftersales-Ökosystem. Gleichzeitig erwachsen so neue Möglichkeiten, bestehende und neue Kunden noch umfassender zu unterstützen – durch integrierte Lösungen, zusätzliche Innovationskraft und gezieltes Cross-Selling.
Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung zweier komplementärer Stärken: Veact bringt umfassende Expertise in der Aktivierung von Kunden- und Fahrzeugdaten ein. Infomedia ergänzt diese durch tiefes Know-how in den Bereichen Fahrzeug-, Service- und Teileinformationen. Gemeinsam entsteht so eine durchgängige Plattform, die OEMs und Händlernetze dabei unterstützt, den gesamten Fahrzeuglebenszyklus datenbasiert und effizient zu steuern.
„Die Übernahme von Veact ist ein wichtiger Schritt in unserer langfristigen Wachstumsstrategie. Wir freuen uns sehr, das Veact-Team bei Infomedia willkommen zu heißen", sagt Jens Monsees, CEO von Infomedia. „Aftersales ist einer der zentralen Werttreiber der Automobilindustrie. Gemeinsam mit Philipp und seinem Team werden wir unsere Lösungen weiterentwickeln, zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen und unseren Kunden integrierte Automatisierungslösungen für den Aftersales bereitstellen."
Auch Veact-Gründer Philipp Posselt sieht in der Transaktion einen wichtigen Wachstumsschritt: „Mit Infomedia gewinnen wir einen starken internationalen Partner, mit dem wir unsere Position im europäischen Aftersales-Markt weiter ausbauen werden. Gemeinsam sind wir noch besser aufgestellt, um unsere Produkt-Roadmap schneller umzusetzen und unseren Kunden zusätzlichen Mehrwert zu bieten. Als Teil von Infomedia werden wir unser Wachstum in Europa konsequent fortsetzen und weiter skalieren."
Veact mit Sitz in München arbeitet mit einigen der weltweit führenden Automobilmarken zusammen. Das Unternehmen unterstützt mehr als 1.000 Händlerstandorte in der EMEA-Region und kooperiert mit zahlreichen internationalen OEMs.
Die Kombination der Lösungen von Infomedia und Veact führt Daten und Erkenntnisse entlang des gesamten Kunden- und Fahrzeuglebenszyklus zusammen – von Fahrzeug- und Servicedaten über Kundendaten bis hin zu Informationen aus Händlersystemen (z.B. Dealer-Management-Systeme). OEMs und Händler schaffen dadurch personalisierte, relevante und datenbasierte Kundenerlebnisse und verbinden Fahrzeughalter, Handelsbetriebe und Hersteller enger miteinander.
Veact profitiert künftig gleich doppelt: einerseits durch Infomedias globale OEM-Beziehungen und andererseits durch die Nähe zu Intellegam, einem Münchner KI-Unternehmen, an dem Infomedia beteiligt ist. Intellegams Expertise soll insbesondere Innovationen in den Bereichen Predictive Analytics, Automatisierung und Customer Engagement beschleunigen.
DC Advisory begleitete TPG und Infomedia als Finanzberater. 4GC war als M&A-Berater für die Gesellschafter von Veact tätig. TPG, ein weltweit tätiger alternativer Asset Manager, hatte Infomedia im Dezember 2025 übernommen.
Über Infomedia
Infomedia Pty. Ltd. ist ein weltweit führender Anbieter von DaaS- und SaaS-Lösungen für das datengetriebene Automotive-Ökosystem. Die Lösungen des Unternehmens unterstützen OEMs, nationale Vertriebsgesellschaften, Händlerbetriebe und Drittanbieter beim Management des Fahrzeug- und Kundenlebenszyklus. Sie werden von mehr als 250.000 Branchenexpertinnen und -experten bei 50 OEM-Marken in 186 Ländern genutzt, um Kundenerlebnisse zu verbessern, Prozesse im Handel effizienter zu gestalten und Wachstum zu fördern.
Weitere Informationen: https://www.infomedia.com.au
Über Veact GmbH
Die Veact GmbH ist ein europäischer Spezialist für Automotive Data Management, CRM-Prozesse und Aftersales-Kundenaktivierung. Das Unternehmen unterstützt Händler, Importeure und Hersteller dabei, Kunden- und Fahrzeugdaten aufzubereiten, zu analysieren und gezielt für personalisierte Aftersales-Kommunikation, automatisierte CRM-Kampagnen, höhere Serviceloyalität und messbares Umsatzwachstum einzusetzen.
Weitere Informationen: https://veact.com/
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Die Schweizer Stimmberechtigten haben einer Verschärfung des Zivildienstgesetzes zugestimmt. Laut definitiven Ergebnissen votierten 52,5 Prozent für die Reform, rund 47,5 Prozent dagegen. Damit setzte sich der Kurs von Bundesrat und Parlament durch, den Zivildienst wieder klar als Ausnahme und nicht als gleichwertige Alternative zum obligatorischen Militärdienst zu definieren. Die Stimmbeteiligung lag mit rund 58 Prozent vergleichsweise hoch; 1'690'343 Personen legten ein Ja in die Urne, 1'531'878 stimmten Nein.
Das Ergebnis offenbart deutliche regionale Bruchlinien. Während viele deutschsprachige Kantone die Reform klar unterstützten – etwa Aargau mit 56,2 Prozent, St. Gallen mit 58,9 Prozent, Graubünden mit 59,3 Prozent und Luzern mit 56,9 Prozent Ja – fiel das Verdikt in der Romandie gespalten aus. Genf, Waadt, Neuenburg und Jura lehnten die Vorlage ab, mit Nein-Anteilen von bis zu gut 60 Prozent im Jura. Basel-Stadt stellte sich ebenfalls gegen die Verschärfung, und der Kanton Zürich kippte nach Auszählung der städtischen Stimmen knapp ins Nein-Lager. Demgegenüber sagten Wallis (57,1 Prozent), Freiburg (50,2 Prozent) und das Tessin (53,9 Prozent) Ja zur Reform.
Kern der Vorlage ist ein Paket von sechs Massnahmen, die den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst deutlich unattraktiver machen sollen. Künftig müssen alle, die in den Zivildienst wechseln, mindestens 150 Diensttage leisten – unabhängig davon, wie viele Tage im Militär noch offen wären. Für Unteroffiziere und Offiziere gilt damit neu derselbe Umrechnungsfaktor von 1,5 Zivildiensttagen pro verbleibendem Militärdiensttag wie für einfache Soldaten. Wer alle Armee-Ausbildungstage bereits absolviert hat, kann künftig nicht mehr in den Zivildienst wechseln, um der Schiesspflicht zu entgehen.
Zusätzlich werden der zeitliche Rahmen und die Einsatzmöglichkeiten enger gezogen. Zivildienstleistende müssen ab dem Jahr nach ihrem ersten Einsatz jährlich Dienst leisten, bis alle vorgeschriebenen Tage erfüllt sind. Wer vor oder während der Rekrutenschule ein Gesuch stellt, muss den langen Anfangseinsatz von 180 Tagen bereits im Jahr nach der Zulassung absolvieren. Einsätze, die ein begonnenes Medizinstudium voraussetzen, werden gestrichen – offiziell, weil der Armee medizinisches Personal fehlt. Bürgerliche Parteien werteten das Ja als Bestätigung, dass der Zivildienst eine Ausnahme bleiben solle; die links-grüne Nein-Allianz verweist angesichts des knappen Resultats auf die breite gesellschaftliche Unterstützung für den Zivildienst und kündigt an, weitere Verschärfungen bekämpfen zu wollen.