Kunstspielzeug aus Dongguan feiert sein Debüt beim Internationalen Animationsfilmfestival von Annecy

26.06.2026

GUANGZHOU, China, 26. Juni 2026 26. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Dies ist ein Nachrichtenartikel von South:

Am 23. Juni (Ortszeit) eröffnete in der französischen Stadt Annecy das 50. Internationale Animationsfilmfestival von Annecy. Mehr als zehn Kunstspielzeugunternehmen aus Dongguan, das als „Chinas Hauptstadt des Kunstspielzeugs" bekannt ist, nahmen an einer gemeinsamen Ausstellung teil und präsentierten über 100 Originalkreationen aus einer Vielzahl von Kategorien, darunter Mecha-Figuren, Plüschtiere, Modellspielzeug aus Metall und PVC-Sammlerstücke.

Das 1960 gegründete Internationale Animationsfilmfestival von Annecy zählt zu den vier wichtigsten Animationsfilmfestivals der Welt und gilt weithin als die „Oscars der Animation". Vor 66 Jahren wurde Chinas erster Animationsfilm in Tuschetechnik, „Die kleinen Kaulquappen suchen ihre Mutter", hier mit einem Preis ausgezeichnet. Heute ist Dongguans Kunstspielzeug in physischer Form auf derselben Bühne vertreten und spiegelt damit die Entwicklung chinesischer Kreativität über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg wider.

Als Chinas einzige „Hauptstadt des Kunstspielzeugs" ist Dongguan Standort von über 8000 Spielzeugherstellern und fast 1500 Zulieferbetrieben, auf die fast 85 Prozent der chinesischen Kunstspielzeugproduktion entfallen. Weltweit wird jedes vierte Merchandising-Produkt mit Animationsbezug in Dongguan hergestellt. In Shipai Town, dem Gebiet mit der höchsten Branchendichte, liegen alle Stationen des Prozesses – vom Design über den Prototypenbau bis zur Fertigung – in einem Umkreis von 15 Autominuten; die schnellste Durchlaufzeit vom Design bis zur Serienproduktion beträgt nur 10 Tage.

Dongguan entwickelt derzeit ein 112,2 Quadratkilometer großes Kultur- und Tourismusgebiet rund um Kunstspielzeug, mit dem ein Reiseziel entstehen soll, an dem Besucher Kunstspielzeug erleben, kaufen und sich daran erfreuen können. Im August dieses Jahres findet in Shipai Town in Dongguan die 16. China International Animation Copyright Fair statt, zu der Kunstspielzeugunternehmen sowie Fans aus aller Welt eingeladen sind.

 

 

 

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AmiGo-Projekt: Autonome Postautos sollen ab 2027 fahrerlos fahren

15.06.2026

Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.

Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.

Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.

Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.