SANY Heavy Truck stellt auf der IAA Transportation 2026 sein serienreifes Portfolio an Elektro-Lkw vor

15.09.2026

Der SE636, Probefahrten für Kunden und ein gut ausgebautes Servicenetz unterstreichen das langfristige Engagement von SANY in Europa

HANNOVER, Deutschland, 15. September 2026 /PRNewswire/ -- SANY Heavy Truck hat gemeinsam mit Putzmeister, einem Unternehmen der SANY-Gruppe, unter dem Motto „Here to Stay" sein Debüt auf der IAA Transportation 2026 gefeiert und dabei ein serienreifes Portfolio an batterieelektrischen Nutzfahrzeugen vorgestellt, die speziell für den europäischen Transportbetrieb entwickelt wurden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der batterieelektrische Schwerlast-Lkw SE636; außerdem werden batterieelektrische Lastkraftwagen und Betonmischer präsentiert, die die Kompetenzen von SANY in verschiedenen Bereichen des gewerblichen Transportwesens demonstrieren.

SANY at IAA Transportation 2026

Serienreife Technologie für den europäischen Betrieb

Der auf einem 4x2-Fahrgestell basierende SE636 verfügt über ein 636-kWh-Batteriesystem, eine angegebene Reichweite von bis zu 500 Kilometern und ein Leergewicht von 10,9 Tonnen. Das Fahrzeug hat die EU-Gesamtfahrzeug-Typgenehmigung erhalten und ist bereits in Deutschland, der Türkei und auf anderen europäischen Märkten im Einsatz. Laut SANY ist es der erste serienmäßige batterieelektrische Schwerlast-Lkw eines chinesischen Herstellers, der die EU-Gesamtfahrzeug-Typgenehmigung erhalten hat.

Bei der Pressekonferenz am Eröffnungstag erklärte Kevin Eichele, verantwortlich für Produkt- und Geschäftsentwicklung bei SANY–Putzmeister im Bereich der elektrischen Schwerlast-Lkw, dass das Unternehmen eine langfristige europäische Strategie verfolgt, deren Schwerpunkt auf serienmäßigen Fahrzeugen liegt, die durch europäische Zertifizierungen und den realen Flottenbetrieb validiert wurden.

SANY at IAA Transportation 2026

Kundenerlebnis, gestützt auf Betriebsdaten

SANY stellte auf der Messe eine zwei Kilometer lange Teststrecke zur Verfügung, auf der Flottenbetreiber, Logistikkunden und Fachmedien aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und anderen Märkten die Fahrzeuge direkt erleben konnten. Die Teilnehmer hoben die sanfte Beschleunigung, die Leistung bei der Energierückgewinnung und den niedrigen Geräuschpegel im Innenraum hervor.

Weltweit sind bereits mehr als 70.000 elektrische Schwerlast-Lkw von SANY in Betrieb genommen worden. Seit Beginn der lokalisierten Geschäftstätigkeit in Europa im Jahr 2022 haben die elektrischen Nutzfahrzeuge des Unternehmens 15 europäische Märkte erobert und insgesamt mehr als 20 Millionen Kilometer Betriebsleistung zurückgelegt.

SANY Group

Vor-Ort-Unterstützung für den langfristigen Flottenbetrieb

SANY hat ein europaweites Kundensupport-Netzwerk aufgebaut, um die langfristige Verfügbarkeit der Flotte sicherzustellen. In Zusammenarbeit mit etablierten lokalen Servicepartnern bietet das Unternehmen seinen Kunden Zugang zu rund 650 Werkstätten für routinemäßige Wartungsarbeiten, Diagnosen und Reparaturen sowie einen Pannendienst rund um die Uhr. Die europäischen Serviceteams von SANY bieten zudem fachliche Unterstützung bei komplexen Serviceanforderungen.

Das Debüt von SANY auf der IAA Transportation markiert einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen seines langfristigen Engagements in Europa und vereint serienreife Technologie, bewährte Betriebserfahrung und lokalisierten Support. Angesichts der zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs wird SANY seine Präsenz in Europa weiter ausbauen und praktische, skalierbare emissionsfreie Lösungen vorantreiben, die dazu beitragen, eine effizientere und nachhaltigere Zukunft für den gewerblichen Verkehr zu gestalten.

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.