SHANGHAI,/PRNewswire/ -- Shanghai Electric (SEHK: 02727, SSE: 601727) hat mit dem Zuschlag für Block 3 des Sarawak-Samalaju-Gas- und Dampfturbinenkraftwerksprojekts (CCGT) in Malaysia einen Meilenstein im High-End-Energiesektor im Ausland erreicht. Dieser Auftrag stellt eine bedeutende internationale Anerkennung der Hochleistungs-Gasturbinentechnologie von Shanghai Electric dar und unterstreicht die wachsende Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem globalen Gasturbinenmarkt.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Shanghai Electric eine vollständige EPC-Schlüsselfertiglösung für das gasbefeuerte Kraftwerk liefern, verbunden mit einem 25-jährigen langfristigen Wartungsvertrag (LTSA), der alle wichtigen Anlagenkomponenten abdeckt. Insbesondere werden alle Kernkomponenten – von Gasturbinen und Dampfturbinen bis hin zu Generatoren, Abhitzedampferzeugern und luftgekühlten Systemen – von Shanghai Electric im eigenen Haus gefertigt; das Unternehmen wird zudem als alleiniger Anbieter des langfristigen Wartungs- und Serviceprogramms fungieren. Diese integrierte End-to-End-Kompetenz ermöglicht Shanghai Electric eine lückenlose Abdeckung des gesamten Lebenszyklus, die von der Anlagenfertigung über die Systemintegration bis hin zur jahrzehntelangen Betriebsunterstützung reicht – ein vertikales Modell, das das Unternehmen auf Augenhöhe mit den etablierten globalen Marktführern im Bereich der Hochleistungs-Gasturbinen bringt.
Das aktuelle Angebot an Hochleistungs-Gasturbinen von Shanghai Electric umfasst zwei Hauptmodelle mit Nennleistungen von 300 MW bzw. 78 MW. Bis heute hat das Unternehmen 103 Einheiten ausgeliefert, wobei die installierte Gesamtleistung der in Betrieb genommenen Projekte 21.000 MW übersteigt. Die Einheiten, die unter die langfristigen Service- und Wartungsprogramme von Shanghai Electric fallen, haben mehr als 1,3 Millionen Betriebsstunden absolviert. Dank solider Produktionskapazitäten in beiden Turbinenklassen ist Shanghai Electric in der Lage, bereits ab 2028 neue Einheiten zur Auslieferung anzubieten. Neben dem malaysischen Energieentwickler, der den aktuellen Auftrag erteilt hat, haben auch Projektentwickler in Indonesien, Thailand, den Philippinen und Vietnam großes Interesse an der Erteilung von Aufträgen bekundet.

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Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.