Eine Serie von Cyberangriffen hat hunderte europäische Supermärkte getroffen und massive Schäden an der Infrastruktur verursacht. Die Attacken begannen Mitte Oktober 2026 in Frankreich und weiteten sich anschließend auf Filialen in Belgien, den Niederlanden, Schweden und Deutschland aus. Dabei schalteten die Angreifer die Kühlanlagen nicht nur aus der Ferne ab, sondern aktivierten gezielt den Heiz- oder Abtau-Modus. In der Folge stiegen die Temperaturen in den Kühlregalen auf bis zu 50 Grad, was zur massenhaften Vernichtung von Lebensmitteln führte.

Die technische Grundlage für diese Sabotage war die Vernetzung der Kältekreisläufe mit dem Internet. Moderne Supermärkte nutzen diese Fernzugriffe, um gesetzliche Überwachungsstandards einzuhalten, Personal- und Anfahrtskosten zu senken sowie den Energieverbrauch effizienter zu steuern. Da externe Dienstleister und Betreiber auf diese digitalen Schnittstellen angewiesen sind, entstand eine kritische Abhängigkeit von der Internetverbindung, die im vorliegenden Fall zum Einfallstor für die Hacker wurde.

Besonders betroffen waren Steuerungsmodule von Herstellern wie Danfoss, die über das öffentliche Internet auffindbar waren. Die Angreifer nutzten mutmaßlich KI-gestützte, automatisierte Suchprogramme, um offene Systeme zu identifizieren. Der Zugriff erfolgte über bekannte Schwachstellen in veralteter Software oder durch unveränderte Standard-Passwörter. Viele dieser Module waren aufgrund technischer Nachlässigkeit oder Bequemlichkeit nicht in isolierten Spezialnetzen, sondern direkt im Firmennetz oder im offenen Internet eingebunden.

Neben den wirtschaftlichen Verlusten durch tonnenweise entsorgte Lebensmittel kam es in einzelnen Fällen sogar zu Schwelbränden aufgrund der extremen Überhitzung der Einheiten. Dieser Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit des vernetzten Alltags, in dem technische Fehler direkte physische Auswirkungen auf Menschen und Franchise-Filialen vor Ort haben. Während bisher keine Personen körperlich zu Schaden kamen, verdeutlicht die Situation das Risiko, wenn kritische Betriebstechnik unzureichend gegen externe Zugriffe gesichert ist.