Das Sozialversicherungszentrum WAS Luzern verzeichnete im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Auszahlungen. Insgesamt wurden Leistungen in Höhe von 2,59 Milliarden Franken ausgezahlt, was einer Steigerung von 153,3 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr entspricht. Als Haupttreiber für diese Entwicklung nennt das Zentrum die steigende Zahl der AHV-Bezüger sowie höhere Kosten bei der Arbeitslosenversicherung und den Krankenkassenprämien.

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) stellt mit einem Anteil von 53,6 Prozent den größten Posten der Auszahlungen dar. In diesem Bereich stiegen die Kosten am stärksten an, nämlich um 70 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr. Weitere bedeutende Ausgaben entfielen auf Ergänzungsleistungen mit 11,6 Prozent, Prämienverbilligungen mit zehn Prozent sowie die Invalidenversicherung mit 8,4 Prozent und die Arbeitslosenversicherung mit 7,5 Prozent.

Besonders die steigenden Gesundheitskosten führten zu einem Anstieg bei den Krankenkassenprämien und entsprechenden Anträgen auf Unterstützung. Die Zahl der Gesuche für Prämienverbilligungen stieg von 89.534 im Jahr 2024 auf 92.441 im Jahr 2025, was einem Zuwachs von 2.907 Anträgen entspricht. Finanziell stiegen die Ausgaben für Prämienverbilligungen insgesamt um 18,1 Millionen Franken.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung stiegen die Auszahlungen um 40,2 Millionen Franken, während die Arbeitslosenquote im Kanton Luzern um 0,5 Prozentpunkte auf zwei Prozent kletterte. Damit lag sie zwar unter dem Schweizer Durchschnitt von 2,8 Prozent, führte jedoch zu über 11.000 bearbeiteten Anträgen auf Entschädigung, was gut 1.100 mehr als im Vorjahr sind. Im Gegensatz dazu sanken die Kurzarbeitsentschädigungen von 20 Millionen auf 16,4 Millionen Franken, da weniger Betriebsabteilungen unterstützt werden mussten und Corona-Nachzahlungen ausliefen.