ZÜRICH, 18. Mai 2026 /PRNewswire/ -- ACROBiosystems hat seinen Innovation Day im Superlab Suisse Zürich Schlieren in Zürich ausgerichtet, einem wichtigen Epizentrum für Schweizer Innovation und Talent. Die Veranstaltung brachte führende Wissenschaftler, Experten für translationale Forschung und Innovatoren aus der Industrie zusammen, um Fortschritte in der Entwicklung biologischer Arzneimittel und der translationalen Wissenschaft zu diskutieren. Die Veranstaltung war von lebhaften Diskussionen und intensivem Networking geprägt.
Der Innovation Day wurde ins Leben gerufen, um aufkommende Technologien, sich entwickelnde regulatorische Rahmenbedingungen und neue Strategien zu erforschen, die den Weg von der Entdeckung zur Klinik beschleunigen. Mit modernsten Entwicklungsplattformen und Fallstudien aus der Praxis bot die Veranstaltung ein konzentriertes, hochwertiges Programm, das zur Zusammenarbeit anregen und neue Denkansätze fördern sollte.
Zu den namhaften Referentinnen und Referenten gehörten Jenny Ann Prange, PhD, Head of Project Management der Regenerative Medicine Technologies Platform von Wyss Zurich an der Universität Zürich; Lili Qin, PhD, Vice President of R&D bei ACROBiosystems; Prof. Chiara F. Magnani, PhD, Assistant Professor am Universitätsspital Zürich und an der Universität Zürich; Fabien Jammes, PhD, Product Lead bei Limula; sowie Agnese Pisano, PhD, und Aaron Debon, PhD, beide R&D Group Leaders bei INOFEA.

Dr. Lili Qin, Vice President of Research and Development bei ACROBiosystems, hielt einen Vortrag mit dem Titel „AI-Powered Next-Generation Protein Engineering in CGT". Sie zeigte auf, wie das Unternehmen KI im gesamten Arbeitsablauf der Proteinentwicklung einsetzt, von der Strukturvorhersage und dem De-novo-Design bis hin zur Expressionsoptimierung, dem Design des Aufreinigungsprozesses und der Formulierungsoptimierung. Sie hob konkrete Beispiele hervor, darunter ein KmI-optimiertes Zytokin, das eine 20-fache Steigerung der Expressionsausbeute erzielte, eine thermostabile FGF2-Mutante, die nach drei Tagen bei 37 °C noch voll aktiv ist, und einen hochspezifischen Antikörper, der Claudin18.2 von Claudin18.1 ohne Kreuzreaktivität unterscheiden kann.

Hinter diesen Durchbrüchen steht die firmeneigene KI-gestützte Plattform von ACROBiosystems, die rechnerische Vorhersagen mit experimenteller Validierung im Hochdurchsatzverfahren in einem geschlossenen Dry-Wet-System verbindet. Diese Fähigkeit ermöglicht es dem Unternehmen, seit langem bestehende Engpässe in der Branche – niedrige Expressionstiter, thermische Instabilität und Spezifitätsprobleme – zu adressieren, die in der Vergangenheit die Entwicklung von Biologika und die Herstellung von Zelltherapien verlangsamt haben. Durch die Einbindung von KI in jede Phase der Entwicklung von Proteinreagenzien hilft ACROBiosystems der Branche, höhere Erfolgsquoten, kürzere Fristen und besser skalierbare Wege von der Wirkstoffentdeckung bis zur klinischen Anwendung zu erreichen.
Der Innovation Day bot auch Einblicke von führenden Einrichtungen der translationalen Forschung. Dr. Jenny Ann Prange, Leiterin des Projektmanagements der Wyss Zurich's Regenerative Medicine Technologies Platform an der Universität Zürich, teilte ihre Sichtweise zur Überbrückung der Kluft zwischen der frühen Entdeckung und der klinischen Anwendung. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Translating Ideas to Reach The Ones in Need" beleuchtete sie einen der kritischsten Engpässe in der Arzneimittelentwicklung: den Übergang von der explorativen FuE zu einer regulierten GMP-Umgebung. Sie erläuterte, wie die Plattform von Wyss Zürich Finanzierung, Infrastruktur und translationales Fachwissen kombiniert, um vielversprechende Projekte auf diesem komplexen Weg zu unterstützen.
Dr. Chiara Magnani vom Universitätsspital Zürich und der Universität Zürich gab anschließend klinische Einblicke in die CAR-T-Zelltherapie. In ihrem Vortrag „Advancing CAR T-cell Therapy: Non-viral Engineering, Immune Evasion, and Modular Platform" präsentierte sie Daten von 36 B-ALL-Patienten, die mit Sleeping Beauty-entwickelten Anti-CD19-CAR-T-Zellen behandelt wurden und 83 % vollständige Remissionen mit Langzeitpersistenz erreichten. Sie hob auch hervor, wie Multi-Omics-Analysen die Immunsuppression der Tumormikroumgebung als wesentliche Barriere identifiziert haben, und stellte eine modulare AdFITC-CAR T-Plattform vor, die ein flexibles, fein abstimmbares Targeting ermöglicht.
Dr. Fabien Jammes, Produktleiter bei Limula, befasste sich mit einem zentralen Hindernis für die Einführung von Zelltherapien: der Komplexität der Herstellung. In seinem Vortrag „Decentralised Manufacturing of Cell Therapies: How Compact Automation is Changing the Landscape" stellte er Limulas All-in-One-Plattform LimONE vor, die Bioreaktor- und Zentrifugenfunktionen in einem einzigen geschlossenen Gerät integriert. Er präsentierte Proof-of-Concept-Daten, die eine vollautomatische CAR-T-Herstellung in sieben Tagen im klinischen Maßstab belegen, und erörterte, wie eine dezentrale Produktion, die die Herstellung näher an den Behandlungsort verlagert, den Zugang beschleunigen und die Kosten senken könnte.
Dr. Agnese Pisano und Dr. Aaron Debon von INOFEA befassten sich mit den Herausforderungen bei der Herstellung durch die Immobilisierung von Enzymen. In ihrem Vortrag „Immobilized Enzymes for Smart Biologics Manufacturing: Applications in mRNA and ADC Production" stellten sie eine patentierte Technologie vor, die die Stabilität und Wiederverwendbarkeit von Enzymen erhöht. Sie stellten zwei Fallstudien vor: die Immobilisierung von T7-RNA-Polymerase für halbkontinuierliche In-vitro-Transkriptionssysteme (IVT), bei denen Aktivität und Wiederverwendbarkeit erhalten blieben, sowie die Immobilisierung von Sortase für die Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC), wobei eine mit löslichen Enzymen vergleichbare Konjugationseffizienz und ein vergleichbares Wirkstoff-Antikörper-Verhältnis erzielt wurden.

Insgesamt veranschaulichten die Präsentationen die Chancen und Herausforderungen der modernen Biologika-Entwicklung – von KI-optimierten Proteinen über nicht-virale CAR-T-Technologien bis hin zur automatisierten Herstellung. Obwohl sie sich dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln näherten, betonten alle Redner den Wert der offenen Zusammenarbeit für die Förderung von Innovationen.
„Dies ist eine großartige Veranstaltung, an der sowohl führende Wissenschaftler als auch Industrievertreter aus der Region Zürich teilnehmen. Vielen Dank an ACROBiosystems für die Organisation. Ich wäre an zukünftigen Veranstaltungen wie dieser interessiert – bitte halten Sie mich über weitere Termine auf dem Laufenden", so Giacomo Cattaruzzi, Innovation Director bei Muvon Therapeutics AG.
„Wir freuen uns, dass wir den ACROBiosystems Innovation Day erfolgreich in Europa durchführen konnten. Innovation ist eines unserer zentralen Markenversprechen. Diese Veranstaltung werden wir fortführen, um die globale Biotech-Innovation zu fördern und einen noch wirksameren Beitrag zum Fortschritt der Branche zu leisten", erklärt Mike Chen, Chairman, Gründer und CEO von ACROBiosystems.
Informationen zur ACROBiosystems Group
Die ACROBiosystems Group, die 2010 gegründet wurde und 2021 an die Börse ging, ist ein Biotechnologieunternehmen mit dem Anspruch, durch die Bereitstellung innovativer Produkte und Geschäftsmodelle ein Eckpfeiler der globalen Biopharmazie- und Gesundheitsindustrie zu sein. Das Unternehmen ist weltweit tätig und unterhält Büros, Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Produktionsstätten in mehr als 15 verschiedenen Städten in den USA, der Schweiz, Großbritannien und Deutschland. Die ACROBiosystems Group hat zahlreiche langfristige und stabile Partnerschaften mit den weltweit führenden Pharmaunternehmen, darunter Pfizer, Novartis und Johnson & Johnson, sowie mit zahlreichen bekannten akademischen Einrichtungen aufgebaut. Das Unternehmen umfasst mehrere Tochtergesellschaften wie ACROBiosystems, bioSeedin, Condense Capital und ACRODiagnostics.
Zu den Marken von ACROBiosystems gehören Resilient Supply, CytoPak, SAFENSURE, FLAG, Star Staining, Aneuro, ComboX, GENPower und viele andere. Die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen von ACROBiosystems sind rekombinante Proteine, Kits, Antikörper, wissenschaftliche Dienstleistungen und andere verwandte Produkte. ACROBiosystems wendet ein strenges Qualitätskontrollsystem für seine Produkte an, die in der biopharmazeutischen Forschung und Entwicklung, Produktion und klinischen Anwendung eingesetzt werden. Dazu gehören Target-Discovery und -Validierung, Screening/Optimierung von Wirkstoffkandidaten, CMC-Entwicklung und Pilotproduktion, präklinische Forschung, klinische Versuche, kommerzielle Produktion und klinische Anwendung von Begleitdiagnostika.
Durch die kontinuierliche Entwicklung neuer Technologien und Produkte schafft die ACROBiosystems Group einen Mehrwert für die globale Pharmaindustrie und unterstützt ihre Partner aktiv bei der Umsetzung. Das Unternehmen setzt sich dafür ein, die Arzneimittelentwicklung – darunter zielgerichtete Therapien, Immuntherapeutika und deren klinische Anwendungen – zu beschleunigen und so einen Beitrag zur globalen Gesundheit zu leisten.
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Die UBS treibt ihre strategische Neuausrichtung in den USA voran und will sich dort von einem spezialisierten Vermögensverwalter zu einer Universalbank entwickeln. Im Rahmen des Projekts «Build the Bank» plant die Schweizer Großbank, ab Ende 2027 Zahlungen sowie Privat- und Sparkonten anzubieten, wie sie auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» mitteilte. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten auch Kreditprodukte folgen. Möglich wird der Schritt durch eine nationale Banklizenz, die UBS in den USA vor kurzem erhalten hat und die ihr erlaubt, das Dienstleistungsangebot deutlich zu verbreitern.
Bislang müssen UBS-Kunden in den Vereinigten Staaten für klassische Retail-Banking-Dienstleistungen wie Giro- oder Sparkonten zu Wettbewerbern wie JPMorgan Chase oder Wells Fargo ausweichen. Mit dem Einstieg in dieses Geschäftsfeld zielt UBS darauf ab, ihre Kundenbasis auszuweiten und zusätzliche Ertragsquellen im wichtigsten Finanzmarkt der Welt zu erschließen. Konzernchef Sergio Ermotti will sich laut Medienberichten auch von politischem Gegenwind aus Bern nicht von den Wachstumsplänen in den USA abbringen lassen.
Die Bank ist in Nordamerika bereits stark präsent: Rund 25.000 Mitarbeitende arbeiten dort für UBS, darunter etwa 5.700 Finanzberater – deutlich mehr als in anderen Regionen. Dieses Modell bringt jedoch Strukturprobleme mit sich. Viele der Berater agieren faktisch wie unabhängige Unternehmer, die mit UBS zusammenarbeiten und Zugang zu deren Plattform und Produkten erhalten. Die Kundenbeziehung liegt damit in erster Linie bei den Beratern, nicht bei der Bank. UBS versucht seit Jahren, diese Abhängigkeit zu reduzieren und die Macht der Finanzberater zu begrenzen, verlor laut Branchenportal «Advisor Hub» jedoch 2025 so viele Berater wie keine andere Bank.
Die Personalstruktur in der Region «Americas» hatte spürbare Folgen für das Geschäft. Im vierten Quartal 2025 kam es im Vermögensverwaltungsgeschäft zu Nettoabflüssen von Kundengeldern, was das Management unter anderem auf die Beraterproblematik zurückführte. Dennoch rechnet UBS für das Gesamtjahr 2026 wieder mit Neugeldzuflüssen. Parallel dazu versucht die Bank, im intensiven Wettbewerb um Top-Berater die Weichen neu zu stellen: Sie hat die Vergütungen angehoben und ein Rekrutierungsprogramm mit hohen Antrittsprämien aufgelegt. Diese sollen ausgewählten Finanzberatern den Wechsel schmackhaft machen und die Position der Bank im hart umkämpften US-Markt stärken, während sie gleichzeitig den Übergang vom reinen Vermögensverwalter zur Universalbank vorbereitet.